FAQ

Frequently asked questions

Können auch Erwachsene gegen HPV geimpft werden?


Bei Erwachsenen gilt im Allgemeinen, dass eine HPV- Impfung bis zum 26. Lebensjahr möglich ist. Hierbei wären drei Impfzyklen notwendig. Obwohl in klinischen Studien nicht getestet, kann die Impfung einen HPV- Befall in bis zu 50 Prozent reduzieren. Die Kosten hierfür werden allerdings nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen und belaufen sich auf ca. 550 Euro.




Wie kann ich wissen, ob ich infiziert bin?


Der HP-Virusnachweis erfolgt auf molekularbiologischer Ebene (Gensondentest). Die Tests weisen das DNA- Erbgut der Viren nach. Hierzu ist die Entnahme von Haut- und/oder Schleimhautabstrichen ausreichend. Für den Rachenbefall existiert darüber hinaus ein serologischer Test, der auf den Antikörpernachweis von HPV-16-L1 basiert. Hierfür wird ein Tropfen Blut/Serum benötigt. Außer bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr im Rahmen des PAP- Tests existieren von Seiten der gesetzlichen Krankenkassen keine Screening- Programme zur HPV- Detektion. Diese Tests werden in der Urologie Metropolitan auf Wunsch als Individuelle Gesundheitsleistungen (IGEL) angeboten und auf Grundlage der GOÄ abgerechnet. Ansonsten läuft die Infektion unbemerkt ab. Erst bei einer Erkrankung wird sie detektiert (Warzen, Karzinome). Eine Blasenspiegelung oder Proktoskopie kann einen Befall der Harnröhre bzw. des Analkanals mit Feigwarzen aufdecken.




Kann die Impfung eine bereits bestehende Infektion heilen?


Bei vorliegender HPV- Infektion oder Erkrankung kann die Impfung nicht helfen. Erst bei einer Erkrankung können konservative oder chirurgische Therapiemaßnahmen heilen.




Können HPV- Infektionen auch nach der Impfung auftreten?


Die Impfung ist sicher und langanhaltend. Durchbruchsinfekte sind nicht bekannt.




Kann die HPV- Impfung mit anderen Impfungen kombiniert werden?


Die HPV-Impfung kann mit anderen Impfungen wie Tetanus und Diphtherie kombiniert werden. Hierbei werden verschiedene Kanülen verwendet. Die Impfungen werden an verschiedenen Stellen verabreicht.




Welche Nebenwirkungen können nach der HPV-Impfung auftreten?


Durch die Impfung können normale Impfreaktionen auftreten:

  • Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle sind typisch und vergehen nach einigen Tagen
  • Schwellung lokaler Lymphknoten
  • Grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit, Schwindel, Nausea und Kopfschmerzen sind möglich und vergehen nach einigen Tagen
  • Es kann zu einer Synkope kommen (hypotensive Reaktion innerhalb von wenigen Minuten nach der Impfung). Die Impfung wird deshalb sitzend oder liegend verabreicht.




Bei wem wird die HPV-Impfung nicht empfohlen?


  • Wenn schwere Allergien gegen Impfbestandteile bekannt sind, soll die Impfung nicht durchgeführt werden.​
  • Akute behandlungsbedürftige Erkrankungen sind ebenfalls eine Kontraindikation.​
  • Für Schwangere und Patienten unter hochdosierter Cortison- Therapie ist die Impfung nicht geeignet.​
  • Bei immunsuppressiver Therapie wird empfohlen, die Impfung erst 6 Monate nach der Therapie zu verabreichen.​




Appell!


Wenn Sie diese Informationen zu HPV und Feigwarzen auf unserer Webseite gelesen haben, sind Sie hervorragend informiert. Bitte geben Sie diese Informationen an Ihren Bekanntenkreis weiter. Sensibilisieren Sie Ihre Freunde, Vereins- und Arbeitskollegen auf dieses Thema. Erzählen Sie es in den Schulen weiter. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auf unsere Homepage verweisen. Die Impfmedizin kann hocheffektiv sein, wenn die Bevölkerung daran teilnimmt. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK) oder auf der Seite des Robert-Koch-Institutes (RKI)